Eine typische Bezeichnung eines Reifens könnte z.B. so aussehen:
195/60R15 87V
Hinter diesem kryptischen Wust an Zahlen und Buchstaben verstecken sich
folgende Informationen:
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195/60R15 87V
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Breite des Reifens bzw. der Lauffläche in mm (Millimeter).
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195/60R15 87V
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Verhältnis des Reifenquerschnitts zur Reifenbreite in Prozent (%).
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195/60R15 87V
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'R' bedeutet die übliche Radialbauweise. Bei Hochgeschwindigkeitsreifen, die für Geschwindigkeiten
jenseits jenseits der 240 km/h zugelassen sind, ist hier oft auch ein 'ZR' vorzufinden.
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195/60R15 87V
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Durchmesser der benötigten Felge in Zoll (amerikanische Inch, 1 Zoll = 2,54 cm)
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195/60R15 87V
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Kennzahl der Tragfähigkeit eines einzelnen Reifens (engl. Load-Index):
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... |
190 kg |
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63 |
... |
272 kg |
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76 |
... |
400 kg |
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89 |
... |
580 kg |
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51 |
... |
195 kg | | 64 | ... | 280 kg | | 77 | ... | 412 kg | | 90 | ... | 600 kg | | | 52 | ... | 200 kg | | 65 | ... | 290 kg | | 78 | ... | 425 kg | | 91 | ... | 615 kg | | | 53 | ... | 206 kg | | 66 | ... | 300 kg | | 79 | ... | 437 kg | | 92 | ... | 630 kg | | | 54 | ... | 212 kg | | 67 | ... | 307 kg | | 80 | ... | 450 kg | | 93 | ... | 650 kg | | | 55 | ... | 218 kg | | 68 | ... | 315 kg | | 81 | ... | 462 kg | | 94 | ... | 670 kg | | | 56 | ... | 224 kg | | 69 | ... | 325 kg | | 82 | ... | 475 kg | | 95 | ... | 690 kg | | | 57 | ... | 230 kg | | 70 | ... | 335 kg | | 83 | ... | 487 kg | | 96 | ... | 710 kg | | | 58 | ... | 236 kg | | 71 | ... | 345 kg | | 84 | ... | 500 kg | | 97 | ... | 730 kg | | | 59 | ... | 243 kg | | 72 | ... | 355 kg | | 85 | ... | 515 kg | | 98 | ... | 750 kg | | | 60 | ... | 250 kg | | 73 | ... | 365 kg | | 86 | ... | 530 kg | | 99 | ... | 775 kg | | | 61 | ... | 257 kg | | 74 | ... | 375 kg | | 87 | ... | 545 kg | | 100 | ... | 800 kg | | | 62 | ... | 265 kg | | 75 | ... | 387 kg | | 88 | ... | 560 kg | | | | |
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195/60R15 87V
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...
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Geschwindigkeits-Index, also die mit diesem Reifen maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit:
| | N | ... | 140 km/h | | | P | ... | 150 km/h | | | Q | ... | 160 km/h | | | R | ... | 170 km/h | | | S | ... | 180 km/h | | | T | ... | 190 km/h | | | U | ... | 200 km/h | | | H | ... | 210 km/h | | | V | ... | 240 km/h | | | W | ... | 270 km/h | | | Y | ... | 300 km/h |
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Wer auf andere Reifentypen oder andere Reifenformat umrüstet, evtl. in Verbindung
mit der Anschaffung neuer Felgen, muss unbedingt auf folgende Dinge achten:
- Abrollumfang: Der Abrollumfang sollte gegenüber der werksseitigen
Originalbereifung möglichst gleich bleiben. Alleine schon, um Störungen bei
elektronischen Regelsystemen wie ABS, ESP oder ASR zu vermeiden, gilt als
Richtwert, dass die Abweichung beim Abrollumfang durch die neuen Reifen nicht
größer als +/- 1% betragen sollte.
- Load Index (Tragfähigkeit): Die Tragfähigkeit der neuen Reifen muss
zwingend gleich oder höher sein, als es für die Serienreifen in den Fahrzeugpapieren
vermerkt ist.
- Geschwindigkeitsindex: Auch der Geschwindigkeitsindex muss zwingend
der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs angepasst werden. Hat das Fahrzeug
z.B. eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h, müssen es schon Reifen sein, die für
Geschwindigkeiten von 240 km/h oder höher zugelassen sind. Reifen, die nur für
Geschwindigkeiten von 210 km/h zugelassen sind, dürfen nicht verwendet werden -
außer im Winter, wenn zusätzlich im Sichtbereich des Fahrers ein entsprechender
Warnhinweis aufgeklebt wird.
Reifen sind der einzige Kontakt zur Straße. Und sie werden zu oft vernachlässigt.
Dabei sind nicht nur abgefahrene Reifen ein Risiko. Auch falscher Reifenluftdruck geht
zu Lasten der Sicherheit und verursacht zusätzliche Kosten.
Falscher Reifendruck hat viele Folgen: schlechtere Fahreigenschaften, höherer
Kraftstoffverbrauch und schnellerer Verschleiß. Bei richtigem Reifendruck rollt der Reifen
mit der ganzen Lauffläche auf der Fahrbahn und sichert so einen kurzen Bremsweg, optimale
Kurvenstabilität und den besten Fahrkomfort. Das Profil fährt sich dabei gleichmäßig ab.
Verlängerter Bremsweg
Bei einem zu hohen Luftdruck berührt der Reifen dagegen nur mit der Mitte der Lauffläche
die Fahrbahn und verursacht dort einen stärkeren Abrieb. Die damit einhergehende geringere
Haftfläche sorgt für einen längeren Bremsweg, weniger Stabilität und verkürzt die
Lebensdauer des Reifens.
Ist der Reifendruck dagegen zu niedrig, hat die Mitte der Lauffläche keinen Bodenkontakt
und der Reifenläuft auf seinen Schultern. Auch dabei nimmt der Bremsweg erheblich zu.
Zudem erhitzt sich der Reifen sehr stark, was zu Reifenschäden führt.
Höherer Spritverbrauch
Ein erhöhter Rollwiderstand verursacht auch einen höheren Kraftstoffverbrauch. Sinkt
der Luftdruck nur um 0,6 bar nimmt der Spritverbrauch bereits um vier Prozent zu. Die
Lebensdauer des Reifens verkürzt sich sogar um bis zu 45 Prozent (Quelle: AutoScout24).
Da die Luft meist schleichend austritt, ist eine Änderung des Fahrverhaltens normalerweise
kaum spürbar. Bei normalem Betrieb sollte der Luftdruck deshalb in regelmäßigen Intervallen
von vier Wochen gemessen werden - oder einfach bei jedem Tanken. Achtung: Auch das Reserverad
darf nicht vergessen werden.
Vor dem Urlaub prüfen
Bei besonderen Belastungen wie einer langen Reise empfiehlt sich eine zusätzliche
Kontrolle. Der vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene Luftdruck ist in der Regel in der
Bedienungsanleitung des Fahrzeugs, hinter der Tankklappe oder am Türholm vermerkt. Gemessen
wird der Luftdruck immer am kalten Reifen.
Bei nicht serienmäßiger Bereifung
Der am Fahrzeug und in der Bedienungsanleitung angegebene, empfohlene Reifenluftdruck
bezieht sich auf die werksseitig montierte Bereifung im serienmäßigen Reifenformat.
Sobald andere als die werksseitig montierten Reifen verwendet werden (auch bei identischem
Reifenformat!), kann der optimale Reifendruck mehr oder weniger deutlich von der Vorgaben
des Fahrzeugherstellers abweichen. Insbesondere bei anderen Reifenformaten, z.B. bei
nachträglich montierten Breitreifen (zumeist einhergehend mit geringeren Reifenquerschnitten),
sollte der Reifenhersteller über den optimalen Reifendruck befragt werden.
Je nach Reifenformat und Aufbau und Gummimischung des Reifens kann ein um bis zu 1 bar
höherer Reifendruck notwendig werden. Der Reifenhersteller kann anhand der Rad- bzw. Achslasten
des jeweiligen Fahrzeugs und Anhand der Reifenmodells den optimalen Reifendruck ermitteln.
Es ist unbedingt empfehlenswert, sich den optimalen Reifendruck vom Reifenhersteller
ermitteln zu lassen!
Höherer Reifendruck
In der Regel wird in der Fachpresse erwähnt, dass es problemlos möglich ist, den
Reifendruck abweichend von den Herstellerangaben um 0,2 bis 0,3 bar zu erhöhen.
Das hat einen geringeren Abrollwiderstand und dadurch einen geringeren Verbrauch zur Folge.
Je stärker ein Reifen abgefahren ist und je geringer das Restprofil ist, um so weniger
wird der Reifen mit Nässe, Glätte, Schmutz oder Schneematsch fertig. Und die Bremswege
verlängern sich drastisch. Bei geringerer Profiltiefe tritt der Verlust des Fahrbahnkontaktes,
dem sogenannten Aquaplaning, schon bei geringer Geschwindigkeit auf.
Die Abnutzung der Reifen kann in den Längsrillen der Reifen abgelesen werden. Erscheinen
dort Querstege, dann ist das Profil auf das gesetzliche Mindestmaß von 1,6 mm abgefahren.
Dann ist es aber eigentlich schon zu spät - der Reifen müsste längst gewechselt worden sein.
Es wird empfohlen, Sommerreifen spätestens bei einer Restprofiltiefe von 2 mm zu entsorgen
und durch neue Reifen zu ersetzen. Bei Breitreifen sollte man 3 mm als Minimum ansetzen.
Bei Winterreifen ist das aber schon lange zu spät und viel zu gefährlich. Winterreifen
verlieren ihre Haftung spätestens auf schneebedeckter Fahrbahn schon bei einer Restprofiltiefe
von 4 mm. Also spätestens bei 4 mm Restprofil dringend die Reifen wechseln!
Zu einem Reifen gehört natürlich immer auch eine Felge in der passenden Felge.
Allerdings kann man nicht für jede Reifengröße auch eine bestimmte Felgenbreite
festlegen. Reifen sind recht flexibel, so dass die Felgengröße auch schon mal um
+/- 1 Zoll in der Breite variieren kann. Die folgende Liste gibt Aufschluss darüber,
welche Felgenbreiten mit welchen Reifenbreiten verwendet werden können:
- Reifen 135: Felgen 3,5" - 4,5"
- Reifen 145: Felgen 3,5" - 5,0"
- Reifen 155: Felgen 4,0" - 5,0"
- Reifen 165: Felgen 4,0" - 5,5"
- Reifen 175: Felgen 4,5" - 6,0"
- Reifen 185: Felgen 4,5" - 6,5"
- Reifen 195: Felgen 5,0" - 7,5"
- Reifen 205: Felgen 5,0" - 8,5"
- Reifen 215: Felgen 6,0" - 9,0"
- Reifen 225: Felgen 6,0" - 9,0"
- Reifen 235: Felgen 6,5" - 9,5"
- Reifen 245: Felgen 8,0" - 9,5"
- Reifen 255: Felgen 8,5" - 10,0"
- Reifen 265: Felgen 9,0" - 10,5"
- Reifen 275: Felgen 9,5" - 10,5"
- Reifen 285: Felgen 10,0" - 11,0"


Allerdings zeigt die obige Liste die Extremwerte - also die kleinste und die
größte Felge, auf die solch ein Reifen jeweils montiert werden kann. Der
Reifen gleicht die Felgenbreite dann über seine Flanken wieder aus.
Wie in den schematischen Darstellungen rechts ersichtlich ist, weist
die Reifenflanke bei schmaleren Felgen eine deutliche Wölbung auf, die
über die Felgenkante hinaus steht. Das wirkt in etwa wie ein Ballon.
Bei deutlich breiteren Felgen stehen dann die Reifenflanken schräg nach
innen. Das sieht sehr "sportlich" aus, hat aber den Nachteil, dass der Reifen
der Felge keinerlei Schutz vor Berührungen mit Bordsteinkanten und dergleichen
bieten kann. Vorsichtiges Einparken ist also unumgänglich, um teure Beschädigungen
der Felge zu vermeiden.
Es ist übrigens erlaubt, deutlich breitere Felgen zu montieren, die nennenswert
über die Fahrzeugkante (Kotflügelkante) hinausstehen. Lediglich die Laufflächen müssen -
von oben betrachtet - vom Kotflügel überdeckt sein.